AI, aber bitte mit BRN! · Teil 1 von 5 · Planen
Ein langjähriger Arbeitsfreund fragte mich: „Wie promptest du?“ Ich erzählte, worauf ich achte. Seine Reaktion: „Das ist ja eine halbe Wissenschaft.“
Mein Input für souveräne KI-Arbeit: rund 90 Sekunden Lesezeit.
Denken Sie einfach. Denken Sie in Etappen. Denken Sie an die Einarbeitung eines neuen engagierten Mitarbeitenden ohne Vorkenntnisse:
Auftrag: Den Bestand im Lager erfassen. Eine Anweisung ist noch kein Arbeitsprozess.
Vorher klären: Was soll und darf der „Neue“ tun? Welche Informationen benötigt er? Wer prüft das Ergebnis anhand welcher Kriterien?
Der Start: Zunächst ein Regal erfassen, Unklarheiten markieren, gemeinsam prüfen. Erst danach folgt der nächste Schritt.
Das gilt auch für KI: Eine klare Anweisung garantiert kein richtiges Ergebnis. Bewertung und Freigabe bleiben beim Menschen.
Vier Fragen für die KI-Arbeit:
1. BEAUFTRAGEN
Welches konkrete Ergebnis erwarte ich von der KI?
→ Eine Bestandsliste für Regal A.
2. PRÜFEN
Woran erkenne ich, dass das Ergebnis richtig und brauchbar ist?
→ Alle Fächer erfasst, Mengen kontrolliert, Unklarheiten gekennzeichnet.
3. TESTEN
Was muss ich überprüfen, bevor ich der KI weitere Aufgaben überlasse?
→ Im Übungsmaterial eine Menge weglassen: Markiert die KI die Lücke?
4. ERWEITERN
Welchen nächsten Arbeitsschritt kann ich kontrolliert hinzufügen?
→ Nach gemeinsamer Bewertung das nächste Regal einbeziehen.
So wächst der Prozess schrittweise. Beauftragen, prüfen, testen, kontrolliert erweitern.
Für einen Austausch schreiben Sie mir auf LinkedIn eine Nachricht mit „KI-CHECK“.
Die Checkkarte für die Praxis
Als Vertiefung zum kurzen Artikel: die vier Fragen mit Prüfpunkten und Beispielen. Die Karte ist für Vollansicht oder Ausdruck gedacht und gehört nicht zur geschätzten Lesezeit des Artikels.
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BrainFarming · AI, aber bitte mit BRN!
Vier Fragen. Bessere Ergebnisse.
Die vier Fragen begleiten jeden KI-Arbeitsschritt. PDCA ist der übergeordnete Management-Kreislauf: Planen → Umsetzen → Überprüfen → Verbessern → erneut Planen. Die vier Fragen sind keine direkte Übersetzung der PDCA-Phasen.
1 Beauftragen
Ziel und Aufgabe klären.
Welches konkrete Ergebnis erwarte ich von der KI?
Darauf achten:
Zweck und gewünschter Nutzen sind klar.
Die Aufgabe ist in Umfang und Grenzen definiert.
Relevante Informationen und Kontext sind mitgegeben.
Format, Stil und Zielgruppe sind festgelegt.
Beispiel: „Fasse die wichtigsten Inhalte dieses Berichts in einer einseitigen Management-Zusammenfassung zusammen.“
2 Prüfen
Auftrag und Quellen abgleichen.
Woran erkenne ich, dass das Ergebnis richtig und brauchbar ist?
Darauf achten:
Inhaltlich korrekt und vollständig?
Entspricht es dem gewünschten Zweck?
Quellen und Annahmen sind nachvollziehbar?
Qualität, Struktur und Format passen?
Für meine Entscheidung verwendbar?
Beispiel: „Stimmen die Aussagen mit dem Original überein? Sind alle relevanten Punkte enthalten und verständlich ausgewogen?“
3 Testen
Unsicheres begrenzt erproben.
Was muss ich überprüfen, bevor ich der KI weitere Aufgaben überlasse?
Darauf achten:
Unsichere Schritte in kleinem Rahmen praktisch erproben.
Grenzfälle und mögliche Fehler testen.
Offene Fragen oder Unklarheiten klären.
Risiken für Fehlinformationen, Bias oder Datenschutz beachten.
Erst weitergehen, wenn die festgelegten Prüfkriterien erfüllt sind.
Beispiel: „Ich gleiche die Aussagen mit dem Original ab und erprobe im kleinen Rahmen, ob die Empfehlungen in unserem Kontext umsetzbar sind.“
4 Erweitern
Prozess schrittweise ausbauen.
Welchen nächsten Arbeitsschritt kann ich kontrolliert hinzufügen?
Darauf achten:
Welche zusätzliche Aufgabe ist sinnvoll und steuerbar?
Welche neuen Informationen oder Perspektiven werden benötigt?
Braucht es weitere Prüfungen oder einen begrenzten Praxistest?
Wie lässt sich die Routine dauerhaft nutzen und verbessern?
Beispiel: „Nachdem die Zusammenfassung überzeugt, lasse ich die KI konkrete Handlungsoptionen entwickeln und prüfe diese erneut.“
Iterativ arbeiten
Beauftragen → Prüfen → Testen → Erweitern. Jeder Schritt wird überprüft, bevor der Prozess erweitert wird.
Auch eine klare Anweisung garantiert kein richtiges Ergebnis. Die Verantwortung für den angemessenen KI-Einsatz und die erforderliche Kontrolle bleibt beim Menschen.
Kontakt
Björn Hülbert auf LinkedIn · Schreiben Sie mir eine Nachricht mit KI-CHECK.

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