Das Herz hüpft und beschleunigt die Atmung . „My Car is my Castle“. Die Überwindung der eigenen Trägheit, (Husain Bolt schafft 44,7km/h, die Erweiterung des Bewegungsradius / Reichweite (zügiges Wandern ca. 40-45 km /Tag) und das individuelle Erlebnis (Klima, Entertainment, Komfort, Sicherheitssysteme) sind emotionaler Ausdruck von Individualität, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und der Steuerung über Zeit und Ort. Ein kulturelles Symbol über das Menschen Werte signalisieren (Lebensstil) und soziale Botschaften kommunizieren (VW-Bus oder E-Mustang). Das Auto bleibt am Ende ein Fortbewegungsmittel, ob als Maschine oder intelligente Mobilitätsplattform gedacht. Ob ein Auto als Vehikel noch zeitgemäß, sinnvoll, praktisch erscheint (Staus, Baustellen, wenige oder teure Parkplätze, Rohstoffe) ist eine soziale, ökologische, ökonomische und damit auch eine „quantitative“ Frage. Wieviele Autominuten, Autokilometer zu welchem Zweck, möchte ich wie zurücklegen. Dann kommt das „qualitative Momentum“: Welche Emotionen, welche Vorteile, kurz welchen persönlichen Mehrwert (Benefit) hat die Wahl des Transportmittels geschafft? Dabei sollten die Kosten zur Realisierung ( Anschaffung, Steuer, Weg zum Parkplatz, Reparaturen, Auswirkungen auf Mensch, Umwelt) des Trips nicht vernachlässigt werden.
Soweit die Perspektive aus Nutzersicht.
Was und wie denken Autobauer? Ist die Strategie : gewinnbringend Autos für alle herzustellen? Billig, schnell, nachhaltig, die Massen-Produktion steigern, Verkehrsadern und Märkte maximal auslasten, sättigen. Oder erweitert sich das reine Produktdenken mit Blick auf ein Mobilitätsgetriebenes Ökosystem?
Während Elon Musk mit Tesla in Grünheide die Europazentrale für Tesla durch Produktionssteigerung und Stellenausbau (1000 neue Stellen) hochfährt, droht bei VW weltweiter Stellenabbau von bis zu 100.000 Stellen ( selbstverständlich schrittweise, sozialverträglich). Industrielles Denken (Industrieprodukt VW) vs. Mobilitätsökologisches Denken (Software+Hardware, Tesla).
Mobilität als Ökosystem zu verstehen, bedeutet beispielsweise : Sattelitengestützt, autonom auf kürzestem, Weg, ressourcenschonend von A nach B zu reisen und die Nutzerrelevanten Erwartungen (Sicherheit, Komfort, Emotionen) zu verbinden und fortlaufend (spürbar) weiter zu entwickeln ( cloudbasiertes Software-Update für adaptive (Notfall)-systeme).
Die Herausforderung die es nun beschleunigt umzusetzen gilt, ist: die digitalen Entwicklungen ( 21. Jahrhundert, KI-gestütze Netzwerke) zu nutzen und die (analogen) technologischen Entwicklungspraktiken des Industriezeitalters des 20.Jahrhunderts zu substituieren. Mit einer Entwicklungsdynamik von 1:10 Jahren (digital vs. analog) oder der Verbreitung neuer Technologie (15-30 Jahre, Verbreitung des Telefons 100 Jahre) wird das Rennen gewinnen, wer softwaredefinierte Autos in weniger als 3 Jahren mit permanenter, kostenfreier Modellpflege ( Assistenzsysteme) nachhaltig und das Ökosystem aus der Nutzerperspektive ( schnelle flächendeckende E-Ladestellen, Green Energy) infrastrukturell co-engagiert und bedarfsorientiert mit entwickelt. Das fängt bei der Entwicklung CO2-freier Antriebe an und an der Verantwortung Kreislufwirtschaft und negative Auswirkungen (Feinstaubbelastung durch Abrieb, Bremsen, Reifen) zu kompensieren.
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